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Hochfrequenztechnik bildet das Rückgrat moderner Kommunikationsnetze. Von der Mobilfunk-Basisstation über WLAN-Infrastrukturen bis zur HF-Messtechnik — die passenden Antennen, Kabel und HF-Komponenten bestimmen maßgeblich die Systemleistung. Dämpfungswerte, Frequenzbereiche und Impedanzanpassung müssen exakt auf die jeweilige Anwendung abgestimmt sein.
Basisstationen und Sendeanlagen für GSM (900/1800 MHz), UMTS (2100 MHz), LTE (800/1800/2600 MHz) und 5G (3500 MHz) erfordern präzise abgestimmte HF-Komponenten. Antennen mit hohem Gewinn, verlustarme Kabel und Filter zur Kanaltrennung sind zentrale Bausteine. AISG-konforme Komponenten ermöglichen die Fernsteuerung von Antennenparametern.
Flächendeckendes WLAN in Industriehallen, Logistikzentren oder öffentlichen Gebäuden basiert auf durchdachter HF-Planung. Sektorantennen sorgen für gezielte Ausleuchtung, während Splitter das Signal auf mehrere Access Points verteilen. Die Dämpfungsberechnung der Kabelstrecken ist essentiell für stabile Verbindungen.
BOS-Funk, Betriebsfunk oder öffentliche Sicherheitsnetze in Gebäuden nutzen oft Leckkabel-Systeme. Das abstrahlende Koaxialkabel versorgt lange Tunnel oder verwinkelte Gebäudekomplexe gleichmäßig mit HF-Signalen. Ergänzt durch Repeater und bidirektionale Verstärker entstehen lückenlose Funkabdeckungen.
Präzisionsmessungen verlangen kalibrierte HF-Komponenten. Dämpfungsglieder mit exakt definierten Werten, phasenstarre Kabel und hochwertige Abschlusswiderstände sind Grundausstattung jedes HF-Labors. Richtkoppler ermöglichen die Messung von Vor- und Rücklaufleistung ohne Unterbrechung des Signalpfads.
Die Standardisierung nach IEC 61169 und EN 50083 gewährleistet Kompatibilität zwischen Herstellern. N-Steckverbinder dominieren im Mobilfunkbereich durch ihre Leistungsfähigkeit bis 11 GHz. SMA-Verbinder finden sich in kompakten Geräten und Messaufbauten bis 18 GHz. F-Stecker nach DIN EN 60169-24 bleiben Standard in der Sat-Technik.
Kabelspezifikationen folgen der MIL-C-17 für RG-Typen oder herstellerspezifischen Standards für Low-Loss-Varianten. Die Schirmungsdämpfung wird nach IEC 62153-4 gemessen — Werte über 90 dB sind für störungsfreien Betrieb essentiell. Brandschutzanforderungen nach EN 50575 bestimmen die Kabelauswahl in Gebäuden.
VSWR (Voltage Standing Wave Ratio) als zentraler Parameter beschreibt die Anpassungsgüte. Werte unter 1,5:1 gelten als gut, professionelle Systeme streben unter 1,2:1 an. Die Intermodulation bei aktiven Komponenten muss den Systemanforderungen entsprechen — typisch sind -150 dBc für moderne Mobilfunknetze.
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