IO-Link-Befehlsgeräte ermöglichen die digitale Kommunikation zwischen Steuerungsebene und Feldebene nach IEC 61131-9. Die bidirektionale Punkt-zu-Punkt-Verbindung überträgt Prozessdaten, Parametrierungsinformationen und Diagnosewerte über Standard-Sensorleitungen.
Technische Details
IO-Link-Befehlsgeräte arbeiten mit einer Übertragungsrate von 4,8 kBaud (COM1), 38,4 kBaud (COM2) oder 230,4 kBaud (COM3). Die Kommunikation erfolgt über ungeschirmte 3-adrige Standardleitungen mit einer maximalen Leitungslänge von 20 Metern. Jedes IO-Link-Gerät verfügt über eine eindeutige IODD-Datei (IO Device Description), die alle gerätespezifischen Parameter und Funktionen beschreibt. Die Befehlsgeräte unterstützen zyklische Prozessdaten bis 32 Byte und azyklische Parameterdaten für Konfiguration und Diagnose. Im Sortiment: RAFI.
Anwendungen
In modernen Produktionsanlagen erfassen IO-Link-Befehlsgeräte Betätigungszustände, Schaltzyklen und Umgebungsbedingungen für vorausschauende Wartungskonzepte. Die Fernparametrierung ermöglicht die zentrale Konfiguration von Schaltpunkten, LED-Helligkeiten und Funktionszuordnungen ohne manuellen Eingriff am Gerät. Bei Formatwechseln in der Produktion lassen sich gespeicherte Parametersets automatisch auf die Befehlsgeräte übertragen. Die kontinuierliche Zustandsüberwachung meldet Verschleißerscheinungen oder kritische Betriebsbedingungen direkt an die Steuerung, wodurch ungeplante Stillstände vermieden werden.